Markus 9,48 — „wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht verlöscht“: Vernichtung oder ewige Qual?
Kein Satz Jesu wird häufiger für die endlose Höllenqual angeführt als dieser — und kaum einer ist so vollständig ein Zitat. Markus 9,48 gibt Wort für Wort den Schluss des Jesajabuches wieder (Jes 66,24), und dort schauen die Hinausgehenden nicht auf Gequälte, sondern auf Leichname: Wurm und Feuer sind die beiden Kräfte, die einen Kadaver beseitigen. Dass der Wurm „nicht stirbt“ und das Feuer „nicht verlöscht“, sagt etwas über die Unaufhaltsamkeit des Vorgangs, nicht über die Unzerstörbarkeit dessen, woran er sich vollzieht. Sozinianisch gelesen droht der Vers deshalb mit der endgültigen Vernichtung des ganzen Menschen — dem, was der Rakower Katechismus schlicht „den ewigen Tod“ nennt —, und Sozzini erinnert überdies daran, dass „Gehenna“ selbst ererbte Volkssprache ist, für die sich „in der Heiligen Schrift selbst kein offenkundiger Hinweis“ finde.
„Und wenn dich dein Auge zum Abfall verführt, so wirf's von dir. Es ist besser, dass du einäugig in das Reich Gottes gehst, als dass du zwei Augen hast und wirst in die Hölle geworfen, wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht verlöscht.“
Markus 9,47-48 (Luther 2017)
Kontext: das Ende einer Warnreihe in Kapernaum
Markus 9,48 ist kein selbständiger Lehrsatz über das Jenseits, sondern der Schlussakkord einer dreigliedrigen Mahnrede. Jesus ist mit den Jüngern nach Kapernaum gekommen (V. 33); unterwegs hatten sie darüber gestritten, wer der Größte sei. Er stellt ein Kind in ihre Mitte, warnt vor dem Ärgernis, das man „einem dieser Kleinen“ gibt (V. 42), und reiht daran die bekannte Formel: Hand, Fuß, Auge — lieber verstümmelt „zum Leben eingehen“ als unversehrt „in die Hölle“ (V. 43-47). Der Vers, um den es hier geht, hängt am dritten und letzten Glied dieser Reihe.
Entscheidend ist die Gegenüberstellung, die die ganze Passage trägt. Dreimal heißt der positive Pol „zum Leben eingehen“ (V. 43.45) bzw. „in das Reich Gottes gehen“ (V. 47); dreimal heißt der negative Pol „in die Gehenna geworfen werden“. Der Gegensatz lautet also nicht: gutes Leben gegen schlechtes Leben, sondern Leben gegen dessen Verlust. Wer diesen Rahmen wegnimmt, liest den Schlusssatz als eigenständige Jenseitsbeschreibung — der Text selbst gibt ihn aber als Kehrseite des Wortes „Leben“.
Der Satz selbst ist ein Vollzitat. Jesaja 66,24, der letzte Vers des Buches, lautet: „Und sie werden hinausgehen und schauen die Leichname der Leute, die an mir gefrevelt haben; denn ihr Wurm wird nicht sterben und ihr Feuer nicht verlöschen, und sie werden ein Abscheu sein für alles Fleisch.“ Markus übernimmt die zweite Hälfte fast wörtlich in der Fassung der Septuaginta. Was er aufnimmt, bringt seinen Kontext mit: Angeschaut werden bei Jesaja nicht Leidende, sondern Gefallene auf einem Schlachtfeld — und der Ort dieser Anschauung liegt vor den Toren der neuen Stadt.
Auch das Wort „Gehenna“ hat eine Vorgeschichte, die genau hierher gehört. Gê-Hinnom, das Tal Hinnom südlich Jerusalems, war der Ort des Kinderopfers an Moloch (2 Kön 23,10); Jeremia kündigt an, es werde „Würgetal“ heißen, „und die Leichname dieses Volks sollen den Vögeln des Himmels und den Tieren des Landes zur Speise werden“ (Jer 7,32-33; vgl. 19,6-7). Das Bildfeld von Wurm, Feuer und unbestattetem Leichnam ist damit an derselben Stelle beheimatet, aus der der Name stammt. Wer Markus 9,48 hört, hört ein Tal voller Toter, nicht einen Kerker voller Lebender.
Ein textkritischer Befund rundet das Bild. Der Refrain „wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht verlöscht“ steht in vielen älteren Übersetzungen dreimal — als Verse 44, 46 und 48. Die ältesten Handschriften, darunter Codex Sinaiticus und Codex Vaticanus, kennen ihn nur einmal, nämlich in V. 48; die beiden anderen Vorkommen sind spätere Angleichungen von Abschreibern, weshalb kritische Ausgaben und die neueren Übersetzungen sie weglassen. Der Satz ist in der Überlieferung also eher verstärkt als abgeschwächt worden — ein Hinweis darauf, in welche Richtung die Auslegungsgeschichte gearbeitet hat.
Sozinianische Kernthese: Wurm und Feuer beseitigen, sie erhalten nicht
Die sozinianische Lesart beginnt mit einer schlichten Frage: Woran vollziehen sich Wurm und Feuer? Der Quelltext antwortet unmissverständlich — an Leichnamen. Wurm und Feuer bilden im Alten Testament ein festes Paar für das, was einen Körper vollständig verzehrt: das eine langsam und von innen, das andere schnell und von außen. Beide sind Bilder der Beseitigung. Keines von beiden ist je ein Bild der Konservierung.
Damit ist auch geklärt, worauf sich die beiden Verneinungen beziehen. Nicht das Opfer wird für unsterblich erklärt, sondern der Wurm; nicht der Gequälte brennt weiter, sondern das Feuer. Grammatisch und sachlich sind es die Werkzeuge, denen Unaufhörlichkeit zugesprochen wird — und das heißt in der Bildsprache des Alten Orients: Sie werden nicht unterbrochen, sie hören nicht auf, ehe ihr Werk vollendet ist. Ein Feuer, das man nicht löschen kann, ist ein Feuer, das alles verzehrt; ein Wurm, der nicht stirbt, ist einer, der nicht vorher aufhört. Die Aussage betrifft die Unentrinnbarkeit des Gerichts, nicht die Dauer eines Bewusstseins.
Der biblische Sprachgebrauch bestätigt das an Stellen, deren Ausgang wir kennen. Jeremia droht den Toren Jerusalems ein Feuer an, „das nicht ausgelöscht werden soll“ (Jer 17,27), und in 2. Chronik 36,19 lesen wir, wie es sich erfüllte: Die Stadt brannte nieder. Hesekiel kündigt dem Südland eine „lodernde Flamme“ an, die „nicht ausgelöscht“ wird (Hes 20,47-48). Johannes der Täufer sagt, die Spreu werde verbrannt „mit unauslöschlichem Feuer“ (Mt 3,12) — Spreu ist das Sinnbild dessen, was restlos vergeht. In keinem dieser Fälle brennt heute noch etwas. „Unauslöschlich“ beschreibt ein Feuer, dem nichts entkommt, nicht ein Feuer, das ewig Nahrung findet.
Von hier aus fügt sich der Vers bruchlos in die sozinianische Anthropologie. Der Mensch besitzt die Unsterblichkeit nicht von Natur; er empfängt sie als Gabe, und wer sie nicht empfängt, verfällt dem, was der Rakower Katechismus „den ewigen Tod“ nennt: nicht ein ewiges Sterben bei erhaltenem Leben, sondern ein Tod, aus dem es keine Rückkehr gibt. Die Warnung Jesu verliert dadurch nichts an Gewicht — im Gegenteil, sie gewinnt an Bestimmtheit. Sie droht nicht mit einem unvorstellbaren Zustand, sondern mit dem Verlust dessen, was der Vers zuvor dreimal beim Namen genannt hat: dem Leben.
Und schließlich: Was in die Gehenna geworfen wird, ist nach Markus der ganze Mensch — Hand, Fuß, Auge, „du“. Von einer Seele, die den Leib überlebt und die eigentliche Trägerin der Strafe wäre, ist an keiner Stelle die Rede. Dieselbe Beobachtung machte die sozinianische Auslegung an Matthäus 10,28, wo Gott „Seele und Leib“ in der Gehenna verderben kann — das dort gebrauchte Verb ist ein Wort des Zugrunderichtens, nicht des Peinigens.
Schlüsselbegriffe
σκώληξ (skṓlēx) — der Wurm
Das griechische skṓlēx bezeichnet die Made, die sich im verwesenden Fleisch bildet — nicht den Regenwurm und schon gar nicht ein Fabelwesen. In der Septuaginta übersetzt es das hebräische tôla‘, das bei Jesaja 14,11 als Lager und Decke des gestürzten Königs erscheint: „Maden werden dein Lager sein und Würmer deine Decke.“ Bei Hiob 21,26 liegen Gerechte und Gottlose gleichermaßen im Staub, „und Würmer decken sie zu“.
Auch die spätere jüdische Weisheitsliteratur bleibt bei diesem Bild. Jesus Sirach schreibt: „Die Rache des Gottlosen ist Feuer und Wurm“ (Sir 7,17); Judit spricht von Feuer und Würmern, die Gott den Feinden seines Volkes bestimmt (Jdt 16,17). In allen diesen Fällen ist der Wurm das, was am Toten arbeitet. Die Vorstellung eines Wurmes, der einen Lebenden ewig nagt, ohne ihn je aufzuzehren, ist der biblischen Bildwelt fremd; sie ist eine Zutat der späteren Auslegung.
Die Wendung „ihr Wurm“ verdient dabei besondere Aufmerksamkeit. Das Possessivum bindet den Wurm an die Verstorbenen, wie man vom „Grab“ eines Menschen spricht: Es ist der Wurm, der zu ihnen gehört, weil sie sein Gegenstand geworden sind. Genau dieser Besitzanzeiger stammt aus Jesaja 66,24, wo er sich auf die zuvor genannten Leichname bezieht — Markus hat ihn samt seinem Bezugspunkt übernommen.
ἄσβεστος (ásbestos) — unauslöschlich
Das Adjektiv beschreibt ein Feuer, das man nicht löschen kann — also eines, dem sein Gegenstand nicht entrissen wird. Es sagt etwas über die Verfügungsgewalt des Menschen aus, nicht über die Haltbarkeit des Brennstoffs. Wenn Jeremia sagt, Gottes Zorn werde „brennen und nicht ausgelöscht werden“ (Jer 7,20), so ist damit nicht behauptet, Jerusalem werde nie aufhören zu brennen, sondern: Niemand wird diesem Gericht in den Arm fallen.
In der Verkündigung Johannes' des Täufers steht das Wort neben einem eindeutigen Objekt: „die Spreu wird er verbrennen mit unauslöschlichem Feuer“ (Mt 3,12). Spreu ist der Inbegriff des restlos Vergehenden; sie ist in Minuten verschwunden. Wer aus dem Beiwort des Feuers auf ein ewiges Fortbestehen der Spreu schlösse, kehrte das Bild in sein Gegenteil um.
γέεννα (géenna) — Gehenna
Der Name ist ein gräzisiertes Lehnwort aus dem hebräischen Gê-Hinnom, „Tal Hinnom“. Er bezeichnet zunächst eine Geographie, keine Kosmologie: die Schlucht südlich und südwestlich der Altstadt Jerusalems, verbunden mit dem Kinderopfer unter Ahas und Manasse und darum von Josia entweiht (2 Kön 23,10). Jeremia macht daraus den Ort des Gerichts, an dem man begraben wird, „weil sonst kein Raum mehr sein wird“ (Jer 7,32).
Erst in der nachbiblischen jüdischen Überlieferung wird der Name auf einen Strafort der Verstorbenen übertragen. Sozzini kennt diesen Befund genau und hält in seiner Auslegung der Bergpredigt ausdrücklich fest, dass die Übertragung „beim einfachen Volk der Hebräer und bei den Pharisäern selbst angenommen war, obgleich sich in der Heiligen Schrift selbst kein offenkundiger Hinweis darauf fand“. Christus habe „daher hier die volkstümliche Redeweise gebraucht“ — was für seine Warnung genügte, ohne dass er damit die populäre Ausmalung beglaubigt hätte.
εἰσελθεῖν εἰς τὴν ζωήν — „zum Leben eingehen“
Die Wendung ist der positive Pol der ganzen Reihe und in V. 47 durch „in das Reich Gottes gehen“ ersetzt — beide Ausdrücke stehen also füreinander ein. Bemerkenswert ist, dass sie nicht „in das selige Leben“ oder „in das bessere Leben“ lautet, sondern schlicht „in das Leben“. Der Gegensatz ist damit vorgezeichnet: Wer nicht hineingeht, geht nicht in ein anderes Leben, sondern bleibt außerhalb des Lebens.
Diese Redeweise ist im Neuen Testament durchgängig. „Der Sünde Sold ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben“ (Röm 6,23); Gott „allein hat Unsterblichkeit“ (1 Tim 6,16); Christus hat „Leben und unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium“ (2 Tim 1,10). Wo das Leben durchweg als Gabe erscheint, kann sein Ausbleiben nicht dasselbe Leben in schmerzhafter Form sein.
Sozzini im Wortlaut
Sozzini hat Markus 9,48 nicht in einer eigenen Abhandlung behandelt, wohl aber die Parallelstelle der Bergpredigt, in der dieselbe Formel steht. Seine Auslegung setzt bemerkenswert weit vorn an: nicht bei der Frage, wie lange die Strafe dauere, sondern bei der Frage, woher das Wort „Gehenna“ überhaupt seinen jenseitigen Sinn habe.
„Die Ausleger behaupten ferner, was wir leicht glauben, dass bei den Hebräern durch Übertragung jener Ort so benannt worden sei, an den nach dem Tode jene Menschen gelangten, die böse gewesen waren — was beim einfachen Volk der Hebräer und bei den Pharisäern selbst angenommen war, obgleich sich in der Heiligen Schrift selbst kein offenkundiger Hinweis darauf fand —, und dass Christus daher hier die volkstümliche Redeweise gebraucht habe.“
Fausto Sozzini, Auslegung der Bergpredigt, „Das Feuer der Gehenna“ (zu Mt 5,22)
Das ist eine philologische, keine polemische Feststellung. Sozzini bestreitet nicht, dass Christus vom Feuer der Gehenna gesprochen hat; er bestreitet, dass mit dem Gebrauch eines geläufigen Ausdrucks bereits die volkstümliche Vorstellung übernommen sei, die sich mit ihm verband. Wer eine Sprache spricht, ratifiziert nicht jede Meinung, die in ihren Wörtern mitschwingt. Für die Auslegung von Markus 9,48 folgt daraus eine Beweislastregel: Was der Vers über die Strafe sagt, muss aus dem Bild selbst und aus seiner alttestamentlichen Herkunft erhoben werden — nicht aus dem, was Zeitgenossen sich unter dem Namen vorstellten.
Zur Formel selbst, die Markus 9,43-47 mit Matthäus 5,29-30 teilt, hat Sozzini die entscheidende Beobachtung gemacht: Sie ist als Vergleich gebaut, und ihre beiden Glieder gehören derselben Ordnung an.
„Mir scheint gegenwärtig, dass Christus so sprechen wollte, dass er nur ein Auge nannte, um sich den Weg zu bereiten und passenderweise jenen Gegensatz herzustellen, den er zwischen einem Glied und dem ganzen Leib aufstellt. Und auf diese Weise wird das, was er überreden wollte, gewissermaßen überzeugender. Er sagt nämlich, er spreche deshalb so, weil es besser sei, dass eines unserer Glieder zugrunde gehe, als dass der ganze Leib in die Gehenna geworfen werde.“
Fausto Sozzini, Auslegung der Bergpredigt, „Das Ausreißen des Auges als Mittel gegen die Begierde“ (zu Mt 5,29)
Der „Gegensatz zwischen einem Glied und dem ganzen Leib“ ist ein Größenverhältnis, kein Artunterschied. Verglichen wird Verlust mit größerem Verlust: ein Auge gegen den ganzen Menschen. Markus formuliert es sogar noch schärfer, weil er den positiven Pol beim Namen nennt: einäugig ins Leben — oder unversehrt in die Gehenna. Bezeichnete die zweite Hälfte ein endloses Weiterleben unter Schmerzen, so verglichen die beiden Glieder nicht mehr Ungleiches derselben Art, sondern Unvergleichbares; das rhetorische Gefälle der Mahnung, auf das Sozzini eigens hinweist, ginge verloren.
Wie das Ende der Gottlosen positiv zu beschreiben ist, sagt Sozzini an anderer Stelle, in seinem Hauptwerk, ganz unbefangen. Er handelt dort von der Gerechtigkeit Gottes, die neben der Barmherzigkeit steht, und beschreibt ihre Wirkung mit einem Verb, das keine Nebenbedeutung zulässt:
„Im Psalm 5 nämlich spricht David von jener Gerechtigkeit, weil er die Ungerechten und Gottlosen, das heißt jene, die in der Bosheit beharren und ihre Sünden nicht durch Reue abbüßen und zu Gott selbst und seiner Hilfe und Barmherzigkeit nicht aufrichtig ihre Zuflucht nehmen, bestraft und vernichtet.“
Fausto Sozzini, Über Jesus Christus den Retter, Erstes Buch
„Bestraft und vernichtet“ — beides in einem Atemzug, als handle es sich um zwei Beschreibungen derselben Sache. Genau so liest die sozinianische Tradition auch die Bildhälfte von Markus 9,48. Der Rakower Katechismus fasst denselben Sachverhalt in seiner Prüfung der Genugtuungslehre in einen Satz, der als Nebenbemerkung fällt und gerade deshalb zeigt, wie selbstverständlich die Sache dort galt: Es stehe fest, „dass die Strafe, welche die Menschen durch ihre Sünden verdient hatten, der ewige Tod ist“. Und weil dies die Strafe ist, kann die Rettung entsprechend beschrieben werden — Christus wird, wie Sozzini sagt, „uns, die wir ihm gehorchen, durch seine Macht im Gericht aus dem Beschluss Gottes vom ewigen Tod erretten“.
Die Argumente im Einzelnen
- Der Vers ist ein Zitat und bringt seinen Kontext mit. Markus 9,48 gibt Jesaja 66,24 wörtlich wieder. Dort sind die Gegenstände von Wurm und Feuer ausdrücklich „die Leichname der Leute, die an mir gefrevelt haben“. Eine Auslegung, die aus den Betrachteten Lebende macht, ändert stillschweigend den Gegenstand des zitierten Satzes.
- Wurm und Feuer sind Bilder der Beseitigung. In der ganzen Schrift arbeiten beide am Toten und lassen nichts übrig (Jes 14,11; Hi 21,26; Sir 7,17). Kein einziger Beleg verwendet sie für die Erhaltung eines Lebenden unter Schmerzen.
- Die Verneinungen betreffen die Werkzeuge, nicht die Opfer. Nicht der Gerichtete wird für unsterblich erklärt, sondern der Wurm; nicht der Leidende brennt weiter, sondern das Feuer. Der Satz sagt: Dieser Vorgang wird nicht unterbrochen — er sagt nicht: Sein Gegenstand bleibt erhalten.
- „Unauslöschlich“ hat im biblischen Sprachgebrauch stets ein Ende. Das Feuer, das Jerusalems Tore verzehren sollte, ist erloschen (Jer 17,27; 2 Chr 36,19); die Flamme über dem Südland ist erloschen (Hes 20,47-48); die Spreu ist verbrannt (Mt 3,12). Das Wort bezeichnet Unaufhaltsamkeit, nicht Endlosigkeit.
- Der Gegensatz des Textes lautet Leben gegen Verlust des Lebens. Dreimal heißt der positive Pol „zum Leben eingehen“ oder „in das Reich Gottes gehen“. Wäre der negative Pol ein anderes, dauerhaftes Leben, so wäre die Wortwahl des Textes irreführend gewählt.
- Der Ort selbst ist ein Ort für Leichname. Das Tal Hinnom ist bei Jeremia der Platz, an dem man begräbt, bis kein Raum mehr ist, und an dem die Unbegrabenen den Vögeln zur Speise werden (Jer 7,32-33). Die Bildquelle liefert die Deutung mit.
- Die Vergleichslogik der Formel verlangt gleichartige Größen. „Besser einäugig ins Leben als mit zwei Augen in die Gehenna“ vergleicht Verlust mit größerem Verlust. Sozzini beschreibt genau diesen „Gegensatz zwischen einem Glied und dem ganzen Leib“; er zerbricht, wenn die zweite Hälfte etwas kategorial anderes bezeichnet.
- Bedroht ist der ganze Mensch, nicht eine abgelöste Seele. Hand, Fuß, Auge, „dein Leib“ — der Text spricht durchweg vom leiblichen Menschen. Eine unsterbliche Seele, die als eigentliche Trägerin der Strafe zurückbliebe, kommt in der Passage nicht vor.
- Die Überlieferung hat den Refrain verstärkt, nicht abgeschwächt. Die ältesten Handschriften bieten ihn nur einmal (V. 48); die Verse 44 und 46 sind spätere Angleichungen. Wo ein Text im Lauf der Zeit dreifach gesetzt wird, zeigt sich die Richtung des Interesses seiner Abschreiber.
- Die Strafe wird anderwärts ausdrücklich Tod genannt. „Der Sünde Sold ist der Tod“ (Röm 6,23); die Gottlosen werden „ewiges Verderben“ leiden (2 Thess 1,9); der Ausgang heißt „der zweite Tod“ (Offb 20,14). Markus 9,48 muss nach diesen klaren Aussagen gedeutet werden, nicht umgekehrt.
Gegenüberstellung
Wurm und Feuer bezeichnen den Zustand der Verdammten selbst: Der Wurm ist der nagende Gewissensschmerz, das Feuer die Strafqual, und dass beide nicht aufhören, bedeutet, dass die Verdammten unaufhörlich und bei Bewusstsein leiden. Da die Seele von Natur unsterblich ist, kann sie nicht vergehen; die Strafe muss deshalb in einem endlosen Zustand bestehen. Der Ernst der Warnung Jesu liege gerade in dieser Endlosigkeit.
Wurm und Feuer bezeichnen die beiden Kräfte, die einen Leichnam restlos beseitigen; das Zitat aus Jesaja 66,24 nennt seine Gegenstände ausdrücklich beim Namen. Dass sie nicht aufhören, heißt: Niemand hält sie auf, ehe ihr Werk getan ist. Da der Mensch die Unsterblichkeit nicht besitzt, sondern empfängt, ist das Gegenteil des Lebens nicht ein anderes Leben, sondern der „ewige Tod“ — endgültig und unwiderruflich. Der Ernst der Warnung liegt in ihrer Unwiderruflichkeit.
Einwände und Antworten
1. „Wenn der Wurm nicht stirbt, muss es etwas geben, woran er nagt — also lebt der Bestrafte ewig.“
Der Einwand verlangt vom Bild eine Genauigkeit, die kein Bild hergibt, und verlangt sie nur an einer Stelle. Denn er nimmt die Unsterblichkeit des Wurmes wörtlich, das Nagen des Wurmes aber bildlich — sonst müsste man annehmen, im Gericht Gottes gebe es tatsächlich Maden, die im Fleisch der Verurteilten lebten. Wer aber das Nagen als Bild anerkennt, kann die Fortdauer des Nagenden nicht als Sachaussage über die Dauer des Genagten festhalten.
Hinzu kommt, dass die Wendung schon bei Jesaja nicht auf Fortdauer, sondern auf Vollständigkeit zielt. Der Prophet beschreibt das Schlachtfeld nach dem Gericht: Was dort liegt, wird nicht bestattet, sondern der Verwesung und dem Feuer überlassen — und zwar so, dass niemand die Toten wegträgt und niemand das Feuer erstickt. „Ihr Wurm stirbt nicht“ heißt hier: Es gibt kein Entrinnen, keine Rettung in letzter Minute, keine halbe Vernichtung. Genau darin liegt das Schreckliche des Bildes.
Schließlich müsste der Einwand konsequent auch für die Spreu bei Matthäus 3,12 gelten: Wenn ein unauslöschliches Feuer ein unzerstörbares Objekt verlangt, dann müsste die Spreu ewig weiterbrennen. Das aber will niemand behaupten. Das Beiwort qualifiziert das Feuer, nicht seinen Brennstoff.
2. „Jesus hätte den falschen Volksglauben korrigieren müssen, statt ihn zu benutzen.“
Genau an diesem Punkt setzt Sozzinis philologische Beobachtung an. Er hält fest, dass die Übertragung des Namens „Gehenna“ auf einen jenseitigen Strafort beim Volk und bei den Pharisäern „angenommen war, obgleich sich in der Heiligen Schrift selbst kein offenkundiger Hinweis darauf fand“, und dass Christus „daher hier die volkstümliche Redeweise gebraucht habe“. Die Sprache einer Zeit zu benutzen, ist kein Bekenntnis zu allem, was sie mit sich führt — sonst hätte Jesus mit dem Wort „Sonnenaufgang“ auch die antike Kosmologie beglaubigt.
Zudem trifft der Einwand die Sache nicht. Jesus benutzt hier gerade nicht eine populäre Ausmalung, sondern zitiert die Schrift — und zwar so, wie sie dasteht. Wenn er zur Erläuterung der Gehenna den Schlussvers des Jesajabuches heranzieht, dann gibt er seinen Hörern damit den Maßstab in die Hand, an dem sie ihre eigenen Vorstellungen zu messen haben. Es ist die kürzeste denkbare Form der Korrektur: nicht Widerspruch, sondern Rückführung auf den Text.
Und schließlich ist die Warnung in beiden Lesarten vollkommen ernst. Ob Jesus mit dem Verlust des Lebens oder mit endloser Pein droht — in beiden Fällen ist die Aufforderung dieselbe: Trenne dich lieber von dem, was dir das Liebste ist, als dass du das Ziel verfehlst. Die sozinianische Lesart schwächt die Drohung nicht ab, sie bestimmt nur ihren Inhalt anders.
3. „Matthäus 25,46 stellt ,ewige Strafe' und ,ewiges Leben' parallel — die Dauer muss also dieselbe sein.“
Die Parallelität der Adjektive wird von der sozinianischen Auslegung nicht bestritten; bestritten wird, dass daraus eine Parallelität der Vorgänge folgt. „Ewig“ bestimmt in beiden Gliedern die Zugehörigkeit zum kommenden Äon und die Endgültigkeit des Urteils. Bei den Substantiven aber liegt der Unterschied: Leben ist ein Zustand, der andauert; Strafe kann ein Akt sein, dessen Wirkung andauert. Eine ewige Erlösung (Hebr 9,12) ist kein ewig andauernder Erlösungsvorgang, sondern eine Erlösung, die nie rückgängig gemacht wird.
Der Neue Testament liefert dafür ein ausdrückliches Beispiel. Judas 7 sagt, Sodom und Gomorra lägen da „zum Beispiel und leiden die Strafe des ewigen Feuers“. Sodom brennt heute nicht; es ist Asche (vgl. 2 Petrus 2,6). Das Feuer heißt „ewig“, weil es unwiderruflich getan hat, was es tat. Damit ist im Kanon selbst belegt, dass „ewig“ bei Strafbegriffen die Endgültigkeit des Ergebnisses bezeichnen kann.
Für Markus 9,48 ist überdies zu beachten, dass das Wort „ewig“ dort gar nicht steht. Der Vers spricht von einem Wurm, der nicht stirbt, und von einem Feuer, das nicht verlöscht — beides Aussagen über die Unaufhaltsamkeit des Vollzugs. Der Rückgriff auf Matthäus 25,46 verschiebt den Streit auf eine andere Stelle, die ihrerseits ausgelegt werden muss, und nimmt dem hier vorliegenden Bild seine eigene Sprache. Siehe dazu Matthäus 25,46.
4. „Offenbarung 20,10 spricht von Qual ,Tag und Nacht, von Ewigkeit zu Ewigkeit'.“
Die Stelle nennt als Gegenstand dieser Qual den Teufel, das Tier und den falschen Propheten — zwei davon sind keine Personen, sondern Größen der Vision: eine Weltmacht und eine Propaganda. Was von ihnen gesagt wird, lässt sich nicht ohne Weiteres auf die Menschen übertragen, von denen dasselbe Kapitel wenige Verse später etwas anderes sagt. Denn über die, deren Namen nicht im Buch des Lebens stehen, heißt es: Sie werden in den Feuersee geworfen, und der Feuersee wird ausdrücklich gedeutet — „das ist der zweite Tod“ (Offb 20,14).
Diese Deutung stammt vom Buch selbst und ist damit die stärkste verfügbare Auskunft über seine eigene Bildsprache. Wo ein Text seine Symbole erklärt, hat die Erklärung Vorrang vor unseren Rückschlüssen aus dem Symbol. Der Feuersee ist nicht als Ort endloser Existenz definiert, sondern als Tod — und zwar als der zweite, dem keine Auferstehung mehr folgt.
Hinzu kommt die hermeneutische Regel, die schon der Rakower Katechismus für dunkle und bildhafte Stellen formuliert: Wenige und unklare Zeugnisse dürfen nicht die zahlreichen und klaren umdeuten, sondern müssen nach ihnen verstanden werden. Die Apokalypse ist das bildreichste Buch des Kanons; sie ist der denkbar schlechteste Ausgangspunkt für eine Lehre, die den klaren Aussagen von Paulus und den Evangelien entgegensteht. Vgl. Offenbarung 20,14 und Offenbarung 14,11.
5. „Wenn die Gottlosen einfach aufhören zu sein, verliert das Gericht seinen Schrecken.“
Der Einwand setzt voraus, dass nur Schmerz ein Übel sei — und übersieht, dass die Schrift den Verlust des Lebens selbst als das äußerste Übel behandelt. Christus sagt: „Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele?“ (Mk 8,36), und meint damit den Verlust des Lebens, nicht dessen schmerzhafte Fortsetzung. Wer einem Menschen alles nimmt, was er ist und sein wird, hat ihm nicht wenig genommen.
Hinzu kommt, dass die Endgültigkeit der Vernichtung ein eigenes Gewicht hat. Aus einer Strafe, die dauert, kann theoretisch noch etwas werden; die römische Lehre vom Fegefeuer hat aus eben dieser Möglichkeit ein ganzes System gemacht — Sozzini hat es in seiner Bergpredigt-Auslegung eingehend zurückgewiesen. Aus dem zweiten Tod aber wird nichts mehr. Er ist das Ende jeder Möglichkeit, und gerade darin liegt der Schrecken, mit dem der Text droht.
Schließlich ist zu bedenken, wem der Einwand die Beweislast auflädt. Die sozinianische Auslegung nimmt dem Gericht nichts von seiner Realität: Es findet statt, es ist Gottes Werk, und sein Urteil ist unwiderruflich. Sie bestreitet allein, dass Gott dazu ein Geschöpf am Leben erhalten müsse, um es endlos leiden zu lassen. Sozzini kann darum in einem Atemzug sagen, Gottes Gerechtigkeit „bestraft und vernichtet“ die, die in der Bosheit beharren — Strafe und Vernichtung sind hier nicht zwei Dinge, von denen eines das andere entschärfte.
Dogmatische Konsequenzen
- Anthropologie: Der Mensch besitzt keine Natur, die den Tod nicht kennt. Die Unsterblichkeit ist Gabe an die, die zum Leben eingehen — und nur wo sie Gabe ist, ist das Evangelium eine Botschaft.
- Eschatologie: Das Gericht endet nicht in einem ewigen Nebenreich des Leidens, sondern in einem Ausgang: Leben oder zweiter Tod. Die Schöpfung wird nicht auf Dauer zweigeteilt.
- Gotteslehre: Gottes Gerechtigkeit vollstreckt ein Urteil und erhält nicht ein Geschöpf eigens am Leben, um es zu strafen. Strafe und Vernichtung fallen bei Sozzini in einen Satz.
- Hermeneutik: Bildworte werden aus ihrer Herkunft ausgelegt. Wo das Neue Testament das Alte zitiert, ist der zitierte Zusammenhang der erste Kommentar.
- Ethik: Die Warnung bleibt in voller Schärfe bestehen — sie droht mit dem Verlust dessen, wofür alles andere hinzugeben sich lohnt.
Biblische Querverweise
- Matthäus 10,28 — Gott kann „Seele und Leib verderben in der Hölle“; das Verb bezeichnet das Zugrunderichten des ganzen Menschen, nicht dessen Erhaltung unter Schmerzen. Die Stelle ist der direkteste Kommentar zu dem, was in der Gehenna geschieht.
- Matthäus 5,29-30 — dieselbe Formel von Glied und ganzem Leib, an der Sozzini den Vergleichscharakter der Mahnung herausgearbeitet hat. Markus fügt ihr den positiven Pol „ins Leben“ hinzu.
- Römer 6,23 — „Der Sünde Sold ist der Tod, die Gabe Gottes aber das ewige Leben.“ Paulus nennt die Strafe beim Namen, und er nennt sie Tod, nicht Qual.
- 2. Thessalonicher 1,9 — „ewiges Verderben vom Angesicht des Herrn“; der Ausdruck bezeichnet den Ruin, dessen Wirkung bleibt, nicht einen dauernden Vorgang.
- Offenbarung 20,14 — das Buch deutet seinen eigenen Feuersee: „Das ist der zweite Tod.“ Diese Selbstauslegung hat Vorrang vor jeder Deutung, die wir dem Bild abgewinnen.
- 2. Petrus 2,6 — Sodom als „Beispiel“ der Gottlosen, zu Asche gemacht; Judas 7 nennt eben dieses Feuer „ewig“, obwohl es längst erloschen ist.
- Maleachi 3,19 — der Tag, der „brennt wie ein Ofen“ und den Gottlosen „weder Wurzel noch Zweig“ lässt; das prophetische Grundbild, das hinter Markus 9,48 steht.
- Matthäus 25,46 — die Stelle, an der sich der Streit um das Wort „ewig“ entscheidet: Bezeichnet es die Dauer des Leidens oder die Endgültigkeit des Urteils?
- 1. Timotheus 6,16 — Gott „allein hat Unsterblichkeit“; wo dies gilt, kann das Fortbestehen der Verlorenen nicht aus ihrer Natur folgen.
Der Wurm, der nicht stirbt, und das Feuer, das nicht verlöscht, sind kein Versprechen an die Verlorenen, dass sie bleiben — sie sind die Zusage, dass niemand dem Gericht die Beute entreißt.
Zusammenfassung
Markus 9,48 ist der Schlusssatz einer Mahnung, deren Gegensatzpaar der Text selbst dreimal nennt: „zum Leben eingehen“ oder „in die Gehenna geworfen werden“. Der Satz, der diesen negativen Pol erläutert, ist ein wörtliches Zitat aus Jesaja 66,24 — und dort schauen die Hinausgehenden auf Leichname. Wurm und Feuer sind das Paar, das im alttestamentlichen Sprachgebrauch einen Körper restlos beseitigt; dass beide nicht aufhören, sagt, dass ihr Werk nicht unterbrochen wird. Alles, was der Vers über die Dauer aussagt, sagt er über die Werkzeuge des Gerichts, nichts über die Fortdauer derer, an denen es sich vollzieht.
Sozzini hat zu dieser Formel zwei Beobachtungen beigetragen, die einander ergänzen. Zum einen ist „Gehenna“ ererbte Volkssprache: Die Übertragung des Talnamens auf einen jenseitigen Strafort war „beim einfachen Volk der Hebräer und bei den Pharisäern selbst angenommen“, obwohl sich „in der Heiligen Schrift selbst kein offenkundiger Hinweis darauf fand“ — Christus habe „daher hier die volkstümliche Redeweise gebraucht“, ohne damit ihre Ausmalung zu beglaubigen. Zum anderen ist die Formel als Größenvergleich gebaut: Sie stellt „jenen Gegensatz her, den er zwischen einem Glied und dem ganzen Leib aufstellt“ — Verlust gegen größeren Verlust, nicht Verlust gegen ein anderes Übel.
Was daraus folgt, ist keine Milderung, sondern eine Bestimmung. Die Strafe der Sünde ist nach dem Rakower Katechismus „der ewige Tod“, und Sozzini beschreibt Gottes Gerechtigkeit als eine, die die Beharrenden „bestraft und vernichtet“. Das Gericht ist damit weder unwirklich noch harmlos: Es ist unwiderruflich. Aus einer Strafe, die dauert, ließe sich noch etwas denken; aus dem zweiten Tod nicht mehr. Der Ernst der Warnung Jesu liegt genau da, wo der Text ihn hinlegt — nicht in der Länge des Leidens, sondern in der Endgültigkeit des Verlustes.
Und die Hoffnung, die dem entspricht, liegt ebenso wenig in der Beschaffenheit des Menschen. Sie liegt darin, dass Christus, wie Sozzini sagt, „uns, die wir ihm gehorchen, durch seine Macht im Gericht aus dem Beschluss Gottes vom ewigen Tod erretten wird“. Wer den Vers so liest, muss ihm nichts von seiner Härte nehmen. Er muss nur zulassen, dass „Leben“ hier heißt, was es sonst überall heißt.
